Von:
Petra Harring

e-geborgenheit.de

Rund vier Jahre war ich alt, da hat sich meine Mutter abends an mein Bett gesetzt. Sie hat meine kleinen Hände in ihre Hände genommen, sie umschlossen und wir haben gebetet. So richtig habe ich nicht verstanden, was da vor sich ging. Ich habe auch nicht so genau auf ihre Worte geachtet, so fasziniert war ich von unseren Händen. Ganz geborgen hab´ ich mich im halbdunklen Zimmer gefühlt, in meinem warmen Bett, die Hände in denen meiner Mutter. Sicher hat sie mir auch erklärt, was es mit dem lieben Gott auf sich hat. Doch mehr als alles, was sie mir erklärt hat, ist mir das geblieben, was ich gefühlt habe: Gott, bei dem kann ich mich so geborgen fühlen wie bei meiner Mutter.

Irgendwann habe ich verstanden, was reden mit Gott heißt. Ich habe mir vorgestellt, er kennt mich ganz genau, hört dem zu, was ich ihm zu sagen habe, ja eigentlich wartet er nur darauf, dass ich mit ihm rede. Manchmal, heute, da ist Gott für Augenblicke immer noch so: Der, der zu mir hält mit seiner Kraft, was auch immer mir passieren mag und der meine Partei ergreift, der mich tröstet und mich in meinem Leben geborgen sein lässt. Segenssätze der Bibel erinnern daran, wie dicht Gott zu uns steht: „Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir Frieden.“